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Anke – Achtsamkeit mit Multipler Sklerose | 1000 Gesichter #26

Anke ist eine Person, die immer an ihre Grenzen geht, sie kann nicht einfach mal einen Gang runter schalten. Auf den ersten Blick, klingt das alles andere als achtsam. Aber achtsam sein, bedeutet für sie auch, mehrere Dinge in Betracht zu ziehen. Wenn sie sich zum Beispiel schlapp fühlt, möchte sie trotzdem die Dinge verfolgen, die sie von Anfang an verfolgen wollte. Wenn sie etwas nicht zu Ende bringen kann, macht sie das traurig und das hilft ihr auch nicht.

Ihre Diagnose hat Anke vor 11 Jahren mit den Worten „die gute Nachricht ist, es ist kein Schlaganfall, die schlechte, es ist MS“ erhalten. Auch in dieser Situation wollte sie ein Ziel verfolgen, sie wollte ein Kind. Mitten im Schub – schwanger! Sie weiß heute nicht mehr, was damals mit ihr los war, sie wollte einfach nur, dass ihr Körper gehorcht. Doch das war alles etwas zu viel. Damals ging es ihr nicht gut – heute geht es ihr gut. Einen beruhigenden Ausgleich finden Anke und ihre Tochter Charlotte heute in einem Eltern-Kind-Malkurs. Dort stehen die Stille und das Wertfreie im Mittelpunkt. Sie geht dort rein, macht die Tür hinter sich zu und alles bleibt draußen.

In der neuen Tausend Gesichter Folge zeigt uns Anke, was Achtsamkeit für sie und ihren Alltag bedeutet und, dass egal, was passiert sie immer einen Weg finden wird.

GZDE.MS.17.11.0770