Balsam für die Seele – Achtsamkeit und Entspannung

Balsam

Wie Dein Körper braucht auch Deine Seele etwas Aufmerksamkeit, um „in Form“ zu bleiben. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dir Zeit für Dich nimmst und gut für Dich sorgst. Achtsamkeits- und Entspannungsübungen können Dir dabei helfen, mit der MS umzugehen und selbst in turbulenten Zeiten ruhig und gelassen zu bleiben.

Achtsamkeit
Fühlst Du Dich manchmal von Deinem Alltag überfordert und gestresst? Die folgende Übung kann Dir helfen, Deinen Geist zu entrümpeln und Dich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren.

  • Suche Dir einen ruhigen Ort, an dem Du Dich wohlfühlst und der nicht zu viel Ablenkung bietet.
  • Setze oder lege Dich in eine bequeme Position und entspanne Dich. Das ist nicht immer ganz einfach. Falls Dein Alltag weiter in Deinem Kopf kreist, kann es helfen, Dir vorzustellen, die Gedanken irgendwo abzulegen. Du kannst Sie in eine fiktive Tasche packen und neben die Matte stellen oder sie in einer Box vor der Tür parken. Dort können sie auf Dich warten, bis Du mit Deiner Übung fertig bist.
  • Schließe die Augen und nimm alle Geräusche um Dich herum wahr. Werde immer genauer und achte auf die Unterschiede. Sind die Geräusche leise oder laut, nah oder fern. Lausche, ohne zu bewerten, was Du hörst.
  • Konzentriere Dich nach einer Weile auf Deine Atmung. Ist sie tief oder flach, hebt sich eher der Bauch oder eher der Brustkorb? Auch hier gilt: Beobachte, bewerte nicht. Verändere zunächst nichts, sondern nimm einfach wahr, wie Dein Atem gerade fließt.
  • Nach einer Weile kannst Du Deine Atmung behutsam verlangsamen. Atme entspannt und so tief, wie es sich für Dich gut anfühlt, ein und aus. Sobald Du einen guten Rhythmus gefunden hast, kannst Du nach jeder Einatmung den Atem kurz anhalten, bevor Du ausatmest. Setze Dich dabei nicht unter Druck. Es geht hier nicht um Leistung, sondern um Entspannung. Halte den Atem nur so lange an, wie es sich gut anfühlt.
  • Sobald Du Dich bereit fühlst, kannst Du die Atemkontrolle loslassen und eine Frage oder eine Herausforderung betrachten. Lasse Deinen Atem dabei natürlich fließen, ohne ihn zu kontrollieren.
  • Nimm Dir ein Thema, das Dir Sorgen bereitet, vor. Denke darüber nach, was dieses Problem verursacht hat bzw. was es verschlimmert. Kommen Gefühle wie Ärger oder Frust auf, ist das okay. Nimm sie wahr, aber lasse Dich nicht von ihnen davontragen. Bleibe an der einen Sache, die Du betrachten möchtest.
  • Überlege, was Du tun kannst, um die Situation für Dich zu verbessern und mache Dir eine gedankliche Notiz.
  • Lasse den Gedanken los, sobald Du bereit bist, und konzentriere Dich wieder auf Deinen Körper und Deine Atmung. Ist Deine Atmung schneller geworden, kannst Du sie wieder bewusst und behutsam vertiefen.
  • Öffne die Augen, sobald Du so weit bist. Es kann hilfreich sein, aus der gedanklichen Notiz eine echte Notiz zu machen und aufzuschreiben, was Du entdeckt hast.

Es gibt zahlreiche Techniken und Leitfäden zum Thema Achtsamkeit. Wenn Du regelmäßig üben möchtest, ist es wichtig, dass Du Dir eine Methode suchst, die Du gerne machst und die in Deinen Alltag passt.

Entspannung
Entspannung ist ein Wort, das heute allzu oft benutzt wird. Entspanne Dich! Aber wie? Loszulassen und runterzukommen muss nicht kompliziert sein und ist nicht unbedingt eine Frage von Zeit.

  • Nimm Dir einen Tag frei. Ob eine Runde Golf, eine Spa-Behandlung, ein entspannender Ausflug ans Meer oder ein Tag zu Hause mit einem guten Buch oder einer Fernsehserie – jeder Tag ist ein guter Tag, um sich mit Ruhe und Entspannung zu verwöhnen. Meist bieten sich Wochenenden an, um sich ganze Tage der Entspannung zu gönnen. Aber manchmal ist es der größte Luxus, einfach mal einen Tag in der Woche freizunehmen.
  • Nimm Dir eine Stunde frei. Nicht immer kann man einen ganzen Tag freimachen. Gönne Dir doch mal eine besondere Freude, indem Du Dir eine Stunde freinimmst. Egal ob Du Lust auf ein entspannendes Bad oder etwas Lektüre hast, ob Du einen Drachen fliegen lassen möchtest oder am Oldtimer herumbasteln willst. Gönne Dir hin und wieder diese eine Stunde, die nur Dir gehört.
  • Nimm Dir fünf Minuten frei. Selbst eine Stunde kann in hektischen Zeiten ein Luxus sein. Ein paar Minuten gehen aber fast immer: Halte inne, atme tief ein und sage Dir, dass die nächsten Minuten nur Dir gehören. Rufe einen Freund für einen Kurzplausch an, gucke einfach mal in den Himmel. Schließe die Augen und höre Deinen Lieblingssong. Oder singe ihn. Lausche dem Rauschen des Windes oder dem Quietschen der vorbeifahrenden Bahn. Fühle die Wärme der Sonne oder die erfrischende Brise auf Deiner Haut. Ein Eis im Sommer, ein heißer Tee im Winter etc. Alles was Du mit Muse tust und bewusst wahrnimmst, kann Dir im Alltag Entspannung bringen.

Jeder Tag hat es verdient, mit etwas Besonderem verschönt zu werden.

GZDE.MS.20.01.0012